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27.05.2024

Erstes Arbeitstreffen des wissenschaftlichen Netzwerkes „Komik und Behinderung“

Vom 15. bis 17. Mai 2024 fand das erste DFG geförderte Netzwerktreffen „Komik und Behinderung im Schnittpunkt von Kultur-, Medien-, Sozial- und Bildungswissenschaften“ an der Universität Passau statt. Das vom Lehrstuhl für Romanische Literaturen und Kulturen von Prof. Dr. Susanne Hartwig organisierte Arbeitstreffen versammelte rund 20 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, Spanien, Großbritannien und Lateinamerika, um über das Potential von Komik und Humor als Mittel der Inklusion zu diskutieren.

Teilnehmende des Netzwerktreffens "Komik und Behinderung"

Die Verbindung von Komik und Behinderung eröffnet neue Perspektiven auf den gesellschaftlichen Umgang mit Diversität. Denn der Einsatz von Humor und das Lachen können Barrieren abbauen und Inklusion fördern. Vorurteile können sichtbar werden und ein tieferes Verständnis für die Lebenswirklichkeit von Menschen mit Behinderungen wird möglich. Das Arbeitstreffen beleuchtete verschiedene kulturelle Phänomene, darunter Literatur, Theater und Film und bot eine Gelegenheit zum Austausch unter Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis

Gemeinsam zu lachen ist gelebte Inklusion.

Der wissenschaftliche Teil des Arbeitstreffens wurde ergänzt durch ein vielfältiges Rahmenprogramm, dessen Höhepunkt der Runde Tisch mit dem Titel „Was gibt es da zu lachen? Komik und Behinderung im Rampenlicht“ war. Lebhaft diskutierten Comedian Martin Fromme, Filmregisseur und Autor Niko von Glasow, Theaterregisseur Gerd Hartmann und Schauspieler und Autor Samuel Koch über die Herausforderungen und Chancen, die Komik auf der Bühne und auf der Leinwand bietet. Denn sie funktioniert wie ein Türöffner, der zur Beschäftigung mit dem Thema „Behinderung“ anregt. Fromme zeigte eindrücklich, dass das auch zu einer Stärkung der Menschen mit Behinderung führt. Wichtig sei, wer Behinderung repräsentiere und welche Haltung er dabei einnimmt. Wenn klar ist, dass es nicht darum geht, Menschen mit Behinderung respektlos zu behandeln, seien auch derbere Witze erlaubt, wie Samuel Koch betonte. Gemeinsam zu lachen ist gelebte Inklusion.

Foto: Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Arbeitstreffens (v.l.n.r.): Dieter Kulke, Gerd Hartmann, Jakob Kelsch, Soledad Pereyra, Gabriel García Fontalvo, Malena Pastoriza, Christian von Tschilschke, Mirjam Leuzinger, Matei Chihaia, Susanne Hartwig, Wieland Schwanebeck, Daniela Kuschel, Thomas Hoffmann, Karl Kleinbach, Lukas Kleinhenz, Berit Callsen, Anette Pankratz, Adrián Herrera Fuentes. Foto: Universität Passau

Portrait von Prof. Dr. Susanne Hartwig, Inhaberin des Lehrstuhls für Romanische Literaturen und Kulturen, auf einem der Flure innerhalb der Universität Passau.

Prof. Dr. Susanne Hartwig

forscht zu Vorstellungsbildern von Behinderung in Literatur, Theater und Film

Wie beeinflussen fiktionale und dokumentarische Texte unsere Vorstellungen von Behinderung?

Wie beeinflussen fiktionale und dokumentarische Texte unsere Vorstellungen von Behinderung?

Prof. Dr. Susanne Hartwig ist seit 2006 Inhaberin des Lehrstuhls für Romanische Literaturen und Kulturen an der Universität Passau. Sie studierte Altphilologie und Romanistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Hartwig absolvierte Studien- und Forschungsaufenthalte in Frankreich, Italien, Spanien, Costa Rica und Brasilien. Sie war Stipendiatin der Alexander von Humboldt-Stiftung, der Studienstiftung des deutschen Volkes und des Emmy-Noether-Programms der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

"DFG-Netzwerk: Komik und Behinderung im Schnittpunkt von Kultur-, Medien-, Sozial und Bildungswissenschaften"

"DFG-Netzwerk: Komik und Behinderung im Schnittpunkt von Kultur-, Medien-, Sozial und Bildungswissenschaften"

Behinderung wird kulturübergreifend eher als ernste Angelegenheit empfunden, doch finden sich komische Darstellungen von Menschen mit Behinderung seit jeher. Dennoch gibt es bislang so gut wie keine theoretisch und methodisch fundierten Auseinandersetzungen mit der Thematik „Komik und Behinderung“, weder in den Kultur- oder Medienwissenschaften noch in den Sozial- und Bildungswissenschaften.

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