"In meinen Forschungen beschäftige ich mich unter anderem mit der Frage, was eine erfolgreiche Geschichtslehrkräftebildung sein kann, welche Strukturen notwendig sind und welchen Beitrag Hochschullehrende leisten können/sollten, um Studierende professionsorientiert auf ihren Beruf vorzubereiten. Dazu gehört auch die Thematisierung des gesellschaftlichen Umgangs mit der Vergangenheit in medialen Ausformungen; insbesondere im digitalen Kontext: Hier ist mir vor allem wichtig, den gesellschaftlichen Mehrwert der Historischen Erkenntnisverfahren, d.h. der (digitalbezogenen) Quellenkritik, beim Erkennen und Verstehen von Desinformationen und Fake News aufzuzeigen; gerade im Kontext von Demokratiebildung.
Da eine professionsorientiere, das heißt berufsbezogene Ausbildung von Geschichtslehrkräften eine interdisziplinäre Arbeitsweise nach sich zieht, sind mir persönliche Kontakte zu akademischen Nachbardisziplinen, wie den Bildungswissenschaften und der Geschichtsforschung, wie auch zu Schulen sowie außerschulischen historischen Lernorten besonderes wichtig, um die Studierenden mit Blick auf die aktuellen gesellschaftlichen Bedarfe ausbilden zu können."
Aktuelle Schwerpunkte von Prof. Dr. Kreutz sind u.a. Kohärenzforschung und Professionalisierung von Geschichtslehrpersonen, Digitalität in kulturhistorischen Einrichtungen (z.B. AR/VR) und geschichtsbezogene Medienbildung (z.B. Umgang mit Desinformationen, Faktencheck).