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Durch Digitalisierung Ostbayerns Tourismus stärken

Durch Digitalisierung Ostbayerns Tourismus stärkenDurch Digitalisierung Ostbayerns Tourismus stärken

Das Projekt DIGITOUR der Universität Passau zeigt den klein- und mittelständischen Tourismusunternehmen in Ostbayern, wie sie den Herausforderungen der Digitalisierung begegnen und neue Technologien, Konzepte und Strategien zu ihrem Vorteil einsetzen können. Das Gesamtbudget des Projekts liegt bei rund 1,3 Millionen Euro und wird im Rahmen des Programmziels „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung“ Bayern 2014-2020 aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung der Europäischen Union gefördert. Mit der Übergabe des Förderbescheids durch Wissenschaftsminister Bernd Sibler ging das Projekt am Dienstag offiziell an den Start.


In der aktuellen Förderperiode 2014 bis 2020 stellt der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) dem Wissenschaftsministerium rund 59 Millionen Euro zur Verfügung. Mit diesen Geldern fördert es Projekte, die Universitäten bzw. Hochschulen für angewandte Wissenschaften gemeinsam mit kleinen und mittelständischen Unternehmen in den einzelnen Regionen realisieren. Sieben bayerische Hochschulen aus Mittel- und Oberfranken sowie Ober- und Niederbayern haben am Dienstag insgesamt rund vier Millionen Euro Fördergelder aus dem Fonds erhalten. Damit endet das Antragsverfahren der aktuellen Förderrunde.

 

Die Bandbreite der Themen der geförderten Projekte ist groß: Sie umfasst u.a. die Mobilität der Zukunft, eine ressourcenschonende Energieversorgung, den Einsatz von künstlicher Intelligenz und Robotik bei der Automatisierung von Produktionsprozessen ebenso wie Fragen der elektronischen Leistungssteuerung. Wissenschaftsminister Bernd Sibler betont: „Die Projekte nehmen entscheidende Themen von morgen in den Blick. Mit ihrer praxisnahen Arbeit unterstützen die Hochschulen so in den Regionen kleine und mittelständische Unternehmen dabei, topmoderne Technologien effizient und zukunftsorientiert zu nutzen. Hochschulen und Betriebe gestalten Hand in Hand unseren Fortschritt.“


Der Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist für Wissenschaftsminister Bernd Sibler eine Win-win-Situation für alle Beteiligten: „Die Netzwerke und Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft werden so noch enger. Die Wissenschaft erhält unmittelbaren Einblick in die Bedürfnisse der Praxis und kann ihre Forschung gezielt darauf ausrichten. Zugleich profitiert die Wirtschaft vom aktuellen Stand der Technik.“ Das sichere langfristig die internationale Wettbewerbsfähigkeit, Arbeitsplätze und den hohen Lebensstandard im Freistaat.


Passau setzt auf Interdisziplinarität


Die Universität Passau geht das Projekt „Digitale Dienstleistungstechnologien im Tourismus (DIGITOUR)“ als interdisziplinäres Unterfangen an: Beteiligt sind das Institut CenTouris unter Leitung von Dr. Stefan Mang, der Lehrstuhl für Data Science (Prof. Dr. Michael Granitzer), der Lehrstuhl und die Lehreinheit für Statistik (Prof. Dr. Harry Haupt und PD Dr. Joachim Schnurbus), der Lehrstuhl für BWL mit Schwerpunkt Marketing und Innovation (Prof. Dr. Jan H. Schumann) sowie der Lehrstuhl für BWL mit Schwerpunkt Marketing und Services (Prof. Dr. Dirk Totzek). Der Tourismusverband Ostbayern e. V. ist externer Partner des Vorhabens.


„Oftmals fühlen sich touristische Akteure bei der Vielzahl an digitalen Themen die sich aktuell auftun, überfordert. Wir wollen im Projekt DIGITOUR durch praxisnahe Kooperationsprojekte mit regionalen Tourismusakteuren aufzeigen, wie klein- und mittelständische Tourismusbetriebe digitale Dienstleistungstechnologien einsetzen können und damit deren Wertschöpfungspotentiale und Wettbewerbsfähigkeit stärken können“, erläutert Dr. Stefan Mang.


„Wir wollen möglichst viele Akteure integrieren“


Ziel des Projekts ist es daher, bis Oktober 2022 regionale Tourismusanbieter im Bereich der Digitalisierung zu stärken und den Digitalisierungsgrad in der Region zu erhöhen. Erster Schritt auf diesem Weg werden ein Digitalisierungscheck sowie eine Bedarfsanalyse sein, um relevante Handlungsfelder zu identifizieren und um interessierte touristische klein- und mittelständische Betriebe auszuwählen. In Kooperationsprojekten werden im nächsten Schritt prototypisch digitale Dienstleistungstechnologien entwickelt und erprobt.


„Die Erkenntnisse aus diesen Projekten werden entsprechend aufbereitet und allen touristischen Anbietern zur Verfügung gestellt“, so Mang. „Wir wollen die Ergebnisse durch Integration möglichst vieler Akteure nachhaltig nutzbar und anwendbar zu machen.“


Als Kooperationspartner im Projekt DIGITOUR fungiert der Tourismusverband Ostbayern, der vor allem als Schnittstelle zu den touristischen Leistungsträgern eine wichtige Rolle im Projekt einnimmt und für eine nachhaltige Nutzung der Projektergebnisse garantiert. „In Ostbayern haben wir in den letzten Jahren viel im Bereich der Online-Buchbarkeit von Betrieben und der Digitalisierung bewegt und wollen mit dem Projekt DIGITOUR den Digitalisierungsgrad noch deutlich ausbauen und somit die Wettbewerbsfähigkeit unserer Tourismusregion weiter voran bringen“, betont Dr. Michael Braun, Geschäftsführers des Tourismusverbands Ostbayern e.V..

 

Bildhinweis: Dr. Stefan Mang (von links) Prof. Dr. Dirk Totzek, Vizepräsident Prof. Dr. Haupt (alle Universität Passau) und Dr. Michael Braun (Tourismusverband Ostbayern e.V., rechts) nahmen den Förderbescheid von Staatsminister Sibler (Mitte) entgegen. Foto: CenTouris


Projektleitung an der Universität Passau Dr. Stefan Mang (Institut für Markt- und Wirtschaftsforschung)
Laufzeit 01.10.2019 - 15.10.2022
Mittelgeber
Europäische Union (EU) > EU - Europäischer Struktur- und Investitionsfonds (ESI-Fonds) 2014-2020 > EU - ESIF - Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 2014-2020 > EU - ESIF - EFRE - Investitionen in Wachstum und Beschäftigung (IWB) Bayern 2014- 2020
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