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DFG-Projekt untersucht Geheimnis langfristig erfolgreicher Gründerinnen und Gründer

DFG-Projekt untersucht Geheimnis langfristig erfolgreicher Gründerinnen und Gründer

Warum schaffen es forschungsaktive Gründerinnen und Gründer, ihr Unternehmen auf Wachstumskurs zu halten? Ein Forschungsteam aus Passau und Heilbronn geht dieser Frage in einem DFG-Projekt nach.

Gründerinnen und Gründer sind nicht unbedingt erfolgreiche Führungskräfte, so die bisherige Forschungsmeinung. Ab einer bestimmten Größe sollten sie sich zum Wohle des Unternehmens zurückziehen und die Leitung an erfahrene Managerinnen und Manager abgeben.

Untersuchungen der Universität Passau und der German Graduate School of Management & Law in Heilbronn legen einen anderen Schluss nahe: Demnach sind Gründerinnen und Gründer auch langfristig entscheidend für den Erfolg eines Unternehmens, sofern sie sich auf bestimmte Aufgaben konzentrieren. Im Rahmen des DFG-Projekts „The originality of entrepreneurs along the life cycle of firms: Understanding the attributes of entrepreneurial decision making“ beleuchtet ein Forschungsteam die Aktivitäten der Gründerinnen und Gründer im Bereich Forschung und Entwicklung.

Erfindungsreiche Gründerinnen und Gründer sind erfolgreicher

In einer ersten Phase konnten die Ökonominnen und Ökonomen zeigen, dass erfindungsreiche Gründerinnen und Gründer entscheidend für die Innovationskraft ihrer Unternehmen sind. „Nun untersuchen wir, warum das Engagement der Gründerinnen und Gründern in Forschung und Entwicklung so schwer zu ersetzen ist“, erklärt Projektleiterin Prof. Dr. Carolin Häussler, Inhaberin des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Organisation, Technologiemanagement und Entrepreneurship an der Universität Passau.

Die Forschenden nehmen verschiedene Faktoren in den Blick. Dazu zählen die technische Expertise der Gründerinnen und Gründer, ihr Eigentumsanteil, ihre Verantwortung im Managementbereich und ihre bisherige unternehmerische Erfahrung. Darüber hinaus analysiert das Forschungsteam, wie das Zusammenspiel aus gründerspezifischen und strukturellen Aspekten die Innovationsfähigkeit des Unternehmens beeinflusst. Auch hier fließen Faktoren ein wie die Verteilung von Eigentum oder Managementverantwortung auf Unternehmensebene und Veränderungen im Top-Management-Team.

Unternehmensdaten kombiniert mit Patentdaten

Die Forscherinnen und Forscher arbeiten mit Daten von Tausenden deutscher Start-Ups seit 1990 aus einem Unternehmensregister: Diese liefern Informationen zur Zusammensetzung der Unternehmensspitze sowie zu Erfolgskennzahlen wie Umsatzwachstum. Diese Daten gleichen die Ökonominnen und Ökonomen ab mit Patentdaten, um Auskunft über Art, Qualität und Quantität der Erfindungen zu generieren. Anhand der Patentdaten können die Forschenden außerdem ablesen, ob Gründerinnen und Gründer selbst an den Erfindungen beteiligt sind.

Beteiligte und Förderung

Prof. Dr. Carolin Häussler, Inhaberin des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Organisation, Technologiemanagement und Entrepreneurship, leitet das Projekt an der Universität Passau. Kooperationspartnerin ist Prof. Dr. Elisabeth Müller, Professorin für Entrepreneurship und Familienunternehmen an der German Graduate School of Management & Law in Heilbronn.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert das Projekt in der zweiten Phase über eine Laufzeit von zweieinhalb Jahren.

Projektleitung an der Universität Passau Prof. Dr. Carolin Häussler (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Organisation, Technologiemanagement und Entrepreneurship)
Laufzeit 01.04.2018 - 30.09.2021
Mittelgeber
DFG - Deutsche Forschungsgemeinschaft > DFG - Sachbeihilfe
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