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DFG-Projekt Schwarzstart - neue Strategien gegen Blackouts II

DFG-Projekt Schwarzstart - neue Strategien gegen Blackouts II

Naturkatastrophen, Cyberattacken, Schwachstellen im System: Das DFG-Projekt "Schwarzstart“ der Universitäten Passau und Oldenburg zu Ursachen für Blackouts und Strategien für Schwarzstarts geht in die zweite Förderphase.


„Die Herausforderungen eines Blackouts sind beherrschbar, sofern man sich ihnen stellt“, sagt Prof. Dr.-Ing. Hermann de Meer, Inhaber des Lehrstuhls für Informatik mit Schwerpunkt Rechnernetze und Rechnerkommunikation an der Universität Passau. In Zeiten der Energiewende besteht diese Herausforderung darin, sich auf die neue Struktur der kleinen, vernetzten Einheiten einzustellen, die zudem anfällig sind für neue Fehlerquellen. Es gilt, diesen geänderten Bedingungen gerecht zu werden.


Aktuelle Entwicklungen unterstreichen die Bedeutung des DFG-Grundlagenprojekts „Mehrkriterieller Schwarzstart IKT-durchdrungener regenerativer Energiesysteme Strom- und IKT-fehlertolerante Eindämmungsstrategien (Schwarzstart)“. Das Projekt befindet sich bereits in der zweiten Förderphase. Die Forscherinnen und Forscher der Universität Passau und der Universität Oldenburg nehmen folgende neue Ursachen für Stromausfülle unter die Lupe:

  • Naturkatastrophen
  • Cyberattacken
  • Schwachstellen im System, etwa wenn dezentrale Energiequellen wie Wind- und Sonnenenergie nicht ausreichen, um die Nachfrage der Verbraucherinnen und Verbraucher zu decken, oder wenn lokale IT nicht hinreichend geeignet ist, die dezentrale Energieversorgung zu steuern

Außerdem untersucht das Forschungsteam die sogenannten Blackstarts nach den Blackouts und hier insbesondere Wege aus dem Dilemma, wonach es für den Neustart moderne IT braucht, moderne IT aber umgekehrt auf Strom angewiesen ist. Und Strom alleine reicht nicht: Die IT muss auch in der Lage sein, einen dezentralisierten Blackstart in Gang zu setzen, zu koordinieren und fehlerfrei durchzuführen. Die Passauer Informatikerinnen und Informatiker konzentrieren sich auf die Rolle der IT. Sie arbeiten eng mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Oldenburg zusammen, die ihr Expertenwissen im Bereich der Stromnetze einbringen. 


Erste Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung, darunter Methoden, um autarke Energie-Inseln zu gestalten, testet das Passauer Forschungsteam im EU-Horizon 2020-Projekt LocalRES.


Beteiligte und Förderung


Prof. Dr.-Ing. Hermann de Meer, Inhaber des Lehrstuhls für Informatik mit Schwerpunkt Rechnernetze und Rechnerkommunikation, leitet das Projekt "Schwarzstart" zusammen mit Prof. Dr. Sebastian Lehnhoff, Professor für Energieinformatik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Partner ist Prof. Dr.-Ing. Christian Rehtanz, Leiter des Instituts für Energiesysteme, Energieeffizienz und Energiewirtschaft (ie3) der Technischen Universität Dortmund. 


Prof. Dr.-Ing. Rehtanz ist außerdem Sprecher des Schwerpunktprogramms 1984 der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG), das das Projekt Schwarzstart bereits im zweiten Abschnitt fördert. Der Titel des Programms lautet: "Hybride und multimodale Energiesysteme: Systemtheoretische Methoden für die Transformation und den Betrieb komplexer Netze." 


Das Schwerpunktprogramm fördert noch ein weiteres Projekt unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Hermann de Meer, das ebenfalls in die Verlängerung geht. In dem Projekt ResiServD befasst sich das Forschungsteam mit sogenannten Brownouts in der neuen Stromversorgung.


Projektleitung an der Universität Passau Prof. Dr. Hermann de Meer (Lehrstuhl für Informatik mit Schwerpunkt Rechnernetze und Rechnerkommunikation)
Mittelgeber
DFG - Deutsche Forschungsgemeinschaft > DFG - Schwerpunktprogramm
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