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Prof. Dr. Moritz Hennemann lächelt freundlich in die Kamera.

Prof. Dr. Moritz Hennemann

Prof. Dr. Moritz Hennemann ist seit 2020 Inhaber des Lehrstuhls für Europäisches und Internationales Informations- und Datenrecht sowie Leiter der Forschungsstelle für Rechtsfragen der Digitalisierung (FREDI) der Juristischen Fakultät Passau. Schwerpunkt seiner Forschung bilden die globale Entwicklung des Daten- und Datenschutzrechts sowie der Rechts- und Ordnungsrahmen der Digitalwirtschaft.

Prof. Dr. Moritz Hennemann ist seit 2020 Inhaber des Lehrstuhls für Europäisches und Internationales Informations- und Datenrecht sowie Leiter der Forschungsstelle für Rechtsfragen der Digitalisierung (FREDI) der Juristischen Fakultät Passau. Schwerpunkt seiner Forschung bilden die globale Entwicklung des Daten- und Datenschutzrechts sowie der Rechts- und Ordnungsrahmen der Digitalwirtschaft.

„Meine Forschung widmet sich der globalen Datenregulierung, sprich wie und auf welche Weise die Datenerzeugung und die Datennutzung in unterschiedlichen Ländern reguliert werden. Wir beobachten teils Harmonisierungsbestrebungen, also dass sich Regeln annähern. Dieser Prozess ist besonders spannend, da auf der einen Seite hinter der Datennutzung in einer Gesellschaft immer auch die Frage steht, ob und in welcher Weise das Innovationspotential von Daten gehoben wird. Auf der anderen Seite stehen die Risiken, unter anderem die Gefährdung von Individuen, etwa bei der Verarbeitung von personenbezogenen Daten, die abgewogen werden müssen. Ich beschäftige mich seit meiner Promotion zur Urheberrechtsdurchsetzung im Internet mit Fragen des digitalen Raumes, vor allem den Interessenkollisionen in der Informationsgesellschaft. Ich habe mir die Entwicklung vor allem im Zuge meiner Habilitation auch aus der Perspektive des Vertragsrechts angesehen. Denn im digitalen Raum werden unter Beteiligung einer Vielzahl von Akteuren Verträge geschlossen, etwa auf Plattformen sowie unter Einbindung von Bots. Mein derzeitiger Schwerpunkt liegt auf der Regulierung von Daten, sprich kodierten Informationen, die heutzutage auch als Gegenstand eines Austausches oder als Handelsware fungieren können. Bei meiner Forschung profitiere ich enorm von interdisziplinärer Zusammenarbeit. Ganz konkret manifestiert sich das in Passau in unserem vom Bayerischen Forschungsinstitut für Digitale Transformation geförderten Konsortialprojekt „Vektoren der Datenpreisgabe“. Hier untersuchen wir gemeinsam mit den Kulturwissenschaften und der Wirtschaftsinformatik, wie und warum Menschen ihre eigenen personenbezogenen Daten preisgeben, wie kulturelle Faktoren und die rechtlichen Rahmenbedingungen auf diesen Entscheidungsprozess einwirken. Dabei blicken wir in ganz unterschiedliche Länder im Globalen Norden und im Globalen Süden.“

Mehr zur Forschung

Die Forschungsschwerpunkte von Prof. Dr. Hennemann liegen auf der globalen Entwicklung des Daten- und Datenschutzrechts sowie der Rechts- und Ordnungsrahmen der Digitalwirtschaft.
Zu den Publikationen von Prof. Dr.Hennemann

Beiträge im Forschungsmagazin

The conference room at the Bavarian Academy of Sciences and Arts.

Die Tagung "Vektoren der Datenpreisgabe" an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften verdeutlichte die Notwendigkeit einer interdisziplinären Analyse der persönlichen Preisgabeentscheidung - und gab dem Projektteam viele Denkanstöße.

Auf der bidt-Konferenz "Vektoren der Datenpreisgabe" #VoD22 in München hat das interdisziplinäre Projekt-Team erste Erkenntnisse präsentiert und diskutiert. In diesem Beitrag geben Forschende Einblicke in ihre Arbeit.

Prof. Dr. Moritz Hennemann

In einem Tagesspiegel-Beitrag erklären Prof. Dr. Moritz Hennemann (Universität Passau) und Prof. Dr. Louisa Specht (Universität Bonn), warum es nun harte politische Entscheidungen bei Datenstandards und Datensouveränität braucht.

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