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Wissenschaftliche Erkenntnisse als Impulsgeber für Innovationen

Wissenschaftliche Erkenntnisse gelten als Impulsgeber für ökonomisch bedeutende Innovationen. Aber welche Rolle genau spielt die Wissenschaft dabei? Am 1. Juni 2022 ist am Lehrstuhl für Organisation, Technologiemanagement und Entrepreneurship ein Projekt gestartet, das diesen Zusammenhang genauer analysieren soll.

„Bislang bezeichnen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland, die Transfer betreiben, gerne als Wanderer zwischen Welten. Das müssen wir ändern. Es muss ein Spaziergang werden! Wir wollen solide Einblicke in die Schlüsselfaktoren liefern, die erfolgreichen Transfer ausmachen“, sagt Prof. Dr. Carolin Häussler, Inhaberin des Lehrstuhls für Organisation, Technologiemanagement und Entrepreneurship. 

Ziel des Projektes „KiWI“ (Kartografie der Wissenswege zwischen Wissenschaft und Innovation) ist es zu untersuchen, wann Transfer eher von Institutionen und wann von einzelnen Personen oder Teams getragen wird, welche Aktivitäten von bestimmten Akteuren und welche systemischen Faktoren Transfer begünstigen, durch wen die Aufnahme des Wissens erfolgt und in welchen Sektoren besonders stark auf wissenschaftliche Ergebnisse und auf welche Art von Forschung dabei zurückgegriffen wird. „Nicht nur Wissenschaftler haben für Forschung und Entwicklung relevantes Wissen. Die zentrale Frage dabei ist: Wann und welche Art des Austausches mit welchen gesellschaftlichen Akteuren einen Mehrwert und wichtige Impulse liefern kann?“, erläutert Patrick Figge, akademischer Rat am Lehrstuhl von Prof. Häussler.

Im ersten Schritt soll eine Kartografie des Wissenstransfers erstellt werden, die Wissensflüsse zwischen Ländern und die Veränderung in der Bedeutung von Wissenschaft für Innovation untersucht. „Der Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse wird in anderen Ländern wie den USA offenbar als selbstverständlicher, einfacher und schneller umsetzbar empfunden“, so Prof. Häussler. Das Potenzial sei aber auch in Deutschland enorm. In einem zweiten Schritt sollen die diversen Transferansätze und -aktivitäten erfolgreicher Institutionen oder einzelner Forscherteams analysiert werden und auf ihre Anwendung in verschiedenen Sektoren im deutschen Transfersystem überprüft werden. Zudem werden weltweit Best Practice-Beispiele identifiziert, die dann auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum deutschen Kontext untersucht werden können.

Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit rund 245.000 Euro gefördert.

Laufzeit 01.06.2022 - 31.05.2025
Mittelgeber
BMBF - Bundesministerium für Bildung und Forschung > BMBF - Bundesministerium für Bildung und Forschung - Hochschulrektorenkonferenz HRK
BMBF - Bundesministerium für Bildung und Forschung > BMBF - Bundesministerium für Bildung und Forschung - Hochschulrektorenkonferenz HRK

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